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TEXAS
HOLD´EM BASISSTRATEGIE:
Einer
der entscheidendsten Punkte in gewinnbringender Hold'em-Strategie
ist die richtige Bewertung der Anfangskarten. Selbstverständlich,
die aussichtsreichsten davon sind zwei Asse (American Airlines,
Pocket Rockets), gefolgt von K K, Q Q, J J,
A K (in gleicher Farbe), A Q (in gleicher Farbe).
Von den eindeutigen Favoriten, A A, abgesehen, wird die exakte
Bewertung der Anfangskarten von Fachleuten mit gewissen Unterschieden
angegeben (letztendlich hängt es auch davon ab, gegen wen und
wie diese Karten gespielt werden).
Die
eben genannten Kombinationen erlauben, von den wenigsten Ausnahmen
abgesehen, in jedem Fall einen Einsatz und auch eine Erhöhung.
Zur Bewertung der Spielbarkeit der meisten anderen Kombinationen
ist die jeweilige Position zu berücksichtigen. Die beste Position
ist der Platz des Dealers. Von der ersten Einsatzrunde abgesehen
hier haben die Blinds das letzte Wort trifft der Spieler
am (Dealer)Button immer als letzter seine Entscheidung und verfügt
somit über die beste Information. Die schwächste Position
ist die der Blinds bzw. der beiden, den Blinds nachfolgenden, Plätze,
genannt: Under-the-Gun (UTG). Verfügt ein Spieler hier über
mittelmäßige Anfangskarten, etwa
,
so läuft er, im Falle eines erbrachten Einsatzes, Gefahr, dass
er sich in Folge mit einer oder mehreren Erhöhungen konfrontiert
sieht, was grundsätzlich ein Hinweis dafür ist, dass sich
wesentlich bessere Karten am Tisch befinden.
Simulatoren
sind äußerst hilfreich, das Gewinnpotential der jeweiligen
Anfangskarten richtig zu bewerten! Beispielsweise verfügen
aufeinanderfolgende Kartenwerte in gleicher Farbe, Suited Connecters,
über ein Gewinnpotential von etwa 20% (abhängig von der
Summe der Gegenspieler bzw. deren Karten). Beträgt die Zahl
unserer Gegenspieler zumindest vier, so steht, in diesem Fall, unser
erbrachter Einsatz in annehmbarem Verhältnis zur Höhe
des Pots. Würden wir mit solchen oder ähnlichen Karten
gegen einen einzigen Gegner spielen, würde sich unser Einsatz
nur verdoppeln. In diesem Fall sollte das Gewinnpotential unseres
Blattes zumindest 50% betragen (unter Einschätzung des möglichen
gegnerischen Blattes).
Sobald
der Flop liegt, zeigt sich, ob unsere Anfangskarten zu einem dominierenden
Blatt geworden sind oder zumindest über annehmbare Verbesserungsmöglichkeiten
verfügt. Hierbei kalkulieren wir die Zahl der Outs.
Als
Outs zählen wir jene, sich noch im unbekannten Restpaket befindlichen
Karten, die unsere Anfangskarten zum wahrscheinlichen Gewinnblatt
werden lassen.
Hält
man
in der Hand und der Flop besteht aus:

dann
fehlt ein Karo zum Flush. Von den ursprünglichen 13 Karo befinden
sich zwei am Tisch und zwei weitere in der eigenen Hand. Von den
52 Karten kennt man 5 (die eigenen und den Flop). Somit befinden
sich unter den 47 unbekannten Karten 9, die zum wahrscheinlichen
Sieg verhelfen. 9 passende zu 38 unpassenden Karten steht im Verhältnis
von 1 zu 4,22. Wäre in diesem Falle die Summe der Einsätze
im Pot mehr als viermal höher als der zu erbringende Einsatz,
ergäbe dies ein Verhältnis zwischen Outs und Quote oder
Odds, das zu einem Einsatz berechtigt. Ist der Multiplikationsfaktor
unseres Einsatzes niedriger als die Kaufwahrscheinlichkeit, würde
ein Mitgehen zu, auf langfristiger Basis, kalkulierten Verlusten
führen.
Die
gleichen Überlegungen sind nach dem Fall des Turns zu treffen.
Ob
sich ein Einsatz am River, also nach der letzten geteilten Karte,
lohnt, hängt davon ab, wie wir die Stärke unseres Gegners
bzw. unserer Gegner einschätzen. Hier ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit
der Kartenverteilung, sondern insbesondere das Verhalten unserer
Gegner in den vorangegangenen Einsatzrunden zu berücksichtigen.
Bluffs
sind in Hold'em nur mit größter Vorsicht und unter günstigen
Bedingungen einzusetzen. Auch hier ist die Höhe des zu erzielenden
Gewinnes mit dem riskierten Kapital in Vergleich zu stellen. In
jedem Fall bedarf es umfassender Spielerfahrung, bevor sich Bluffs
gewinnbringend einsetzen lassen. Dem Anfänger sei in jedem
Fall geraten, sich so zurückhaltend wie möglich zu verhalten.
Auch führt es meistens zu erheblichen Verlusten, die Gegner,
ohne langfristiger Analyse ihres allgemeinen Spielverhaltens, zu
häufig eines Bluffs zu verdächtigen und mit schwachen
oder mittelmäßigen Karten Einsätze zu halten.
Verfügen
wir am Flop oder am Turn über ein gewisses Kaufpotential und
bringen einen Einsatz oder erhöhen, vorgebend, dass wir bereits
über ein geformtes Blatt verfügen, so sprechen wir von
einem Semibluff! Im günstigen Fall bewegen wir unseren Gegner
damit zum Passen. Wenn nicht, so verfügen wir zumindest noch
über die Chance, durch günstigen Kauf den Pot zu gewinnen!
Auch hier sei dem Anfänger zu Vorsicht und Zurückhaltung
geraten.
Zusammenfassend
möchten wir darauf verweisen, dass Hold'em, als Geschicklichkeitsspiel,
sowohl eingehende Analyse als auch umfassende Erfahrung erfordert.
Dem Anfänger sei einerseits geraten, nach dem Studium verfügbarer
Literatur, auf Tischen mit niedrigen Einsätzen die notwendige
Erfahrung zu sammeln und, andererseits, als Basisstrategie extrem
zurückhaltend und vorsichtig wir nennen es: tightes
Spiel - zu agieren. Bluffs, Tricks, jegliche versuchte Manipulation
des Gegners, sollte in harmonisch eingebetteten Zusammenhang angewandt
werden, was wiederum meist nur mit entsprechender Praxis überzeugend
anwendbar ist.
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