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Pokerschule für Einsteiger

8. Sit&Go-Turniere

Hier möchten wir jene Sit&Gos (SNG) besprechen, die sich auf einen einzigen Tisch beschränken. Die Teilnahme daran kann nämlich durchaus lukrativ sein.

Auf Grund der höheren Spielgeschwindigkeit (rasches Ansteigen der Blinds) und sicher auch anderer Spieleigenschaften, finden sich an diesen Tischen immer wieder Spieler, denen es an Geduld fehlt. Schon in den ersten Spielphasen wird mit All-ins viel zu leichtfertig umgegangen.

Gut, die Motivation dazu ist auf zwei Punkte zurückzuführen. Funktioniert die "Strategie" der schnellen Verdoppelung zu Anfang, so lässt sich natürlich in Folge mit wesentlich mehr Sicherheit spielen. Geht das All-in schief, so sucht man sich einfach in der Lobby das nächste Turnier, das in wenigen Minuten beginnt, und meldet sich an.

Auch wenn die Blinds sehr schnell ansteigen, so ergibt sich doch ein längerer Zeitraum, der Geduld zulässt. Es ist also besser keine Einsätze auf spekulative Karten zu verschwenden. Im Durchschnitt solltest Du innerhalb von etwa zwanzig Händen ein gutes Blatt vor Dir haben. Warte darauf und nutze es aus. Sehr häufig findet sich ein Angreifer, der Dich durch einen hohen Einsatz zu verdrängen versucht. Regelmäßiges Passen wird oft als übertriebene Vorsicht gewertet. Beteiligst Du Dich nach langer Zeit endlich an einem Pot, so könnte ein aggressiver Gegner durchaus versuchen, Dich durch ein Raise los zu werden.

Sobald die ersten Gegner verschwunden sind, ist der Tisch auch short-handed. Nachdem die Stacks sehr bald nur mehr wenige Blinds decken, werden Angriffe mit zweifelhaftem Blatt zwingend. Wir bleiben dabei aber trotzdem selektiv. Nur in rund 50% der Fälle bringt das Board dem Gegner ein Paar (genauso wie Dir). A-2 offsuit ist somit klarer Favorit gegen K-Q suited und ähnliches. Mit kleinen Pocket-Pairs solltest Du vorsichtig umgehen. Zwar kannst Du selbst damit angreifen, insbesondere in später Position, doch raten wir von Calls damit ab (wenn der Stack keinen Spielraum mehr zulässt).
Je seltener Deine Raises vor dem Flop erfolgen, desto öfter wirst Du die Blinds unangefochten einstreifen. Praktisch genügt es, wenn Du einmal pro Runde die Blinds stiehlst - und das im Durchschnitt, also nicht unbedingt in jeder Runde, wenn die Voraussetzungen ungünstig erscheinen.

Oft kann man sich rein durch passives Verhalten ins Geld spielen, ganz einfach, weil sich die Gegner gegenseitig eliminieren. Zwar ist man dadurch short-stacked, also in deutlichem Nachteil um den Sieg, doch Geld kassiert man trotzdem.

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